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Apfelblüten vor schneebedeckten Bergen
(c) StillS

Weiß das Licht, schneeweiß die Berggipfel, apfelweiß das Blütenmeer-  der Vinschgau glänzt  im Frühjahr, wenn Gipfel und Apfelbäume ihr schönstes Kleid anlegen. Val Venosta wird das Südtiroler Tal im Italienischen genannt. Es bietet Vielfalt und  Reichtum an Kultur und Natur in unglaublicher Fülle. Hier lässt sich von März bis Mai der Frühling immer wieder erleben. Denn, während im Süden die Apfelbäume bereits zur Frucht treiben, spitzen an den Apfelbäumen im Norden, im Oberen Vinschgau, gerade die ersten Knospen auf. Das ganze Tal ist im Frühjahr ein Apfelgarten.

Das Tal ganz im Westen Süd-Tirols bietet eine der wenigen Ost-West Verbindungen der Alpen. Von Meran im Süden bis hinauf zur österreichischen Grenze am Reschenpass sind es rund 80 Kilometer. Fast dreiviertel der Strecke bringt die  Vinschger Bahn ihre Gäste von Meran hinauf, bis nach Schluderns und Mals. In Mals gibt’s eine gute Gelegenheit zu Rasten. Das Flurin macht’s fein.

Apfelblüten
Apfelblüten

Vom Oberen Vinschgau bei Mals  bis hinunter zur Burg Juval bei Naturns ziehen sich die Apfelgärten. Wenn sich im März die Gipfel der 3000er noch immer mit weißen Schneehauben präsentieren, wogt bereits ein sanftes Roseweiß oder ein klares Apfelweiß über den Talboden. Äpfel sind das Gold der Region. Der Golden Delicious ist noch immer der beliebteste Apfel, darum wird er auch am häufigsten angebaut. „Doch es zeichnet sich ein Wechsel zu roten Sorten ab“, sagt Gerd Stecher, Biobauer am Schlandersberg. Stecher hat den Hof in vierter Generation übernommen. „S’sind guate Äpfel, die da auf unserer Höhe wachsen. In der Nacht ist’s kalt, bei Tag doch mild. Das macht den Apfel knackig und gschmackig“, erklärt er stolz. Seit dem Morgengrauen arbeitet er am Apfelgarten im Berg, auf 1100 m Höhe. Hier oben muss fast alles von Hand erledigt werden. Im Frühjahr machen jede Nacht zwei Bauern Dienst an den Messgeräten. Wenn es zu kalt wird, schalten sie die Sprinkleranlagen ein, um die zarten Apfelblüten vor Frost zu schützen. Das Wasser legt sich um die Blüte, wird zu Eis und schützt sie. Wenn die gefrosteten Zweige aneinanderstoßen, raschelt es wie im Märchen, wenn Zwerge Stroh spinnen.

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Apfelblüte im Vinschger Tal
(c) StillS