Was ist Heimat?

Wie sich Heimatführungen verändert haben
Von Christine Gaupp

Kirchen, Schlösser, Bürgerhäuser - früher hat man in Heimat- oder Fremdenführungen vor allem auf die (kultur-)historischen Schätze hingewiesen, heute rückt mehr und mehr das in den Blickpunkt, was früher selbstverständlich war: Freilich sind auch Klischee- und Hochglanzbilder nach wie vor gefragt. Daneben gibt es aber auch ein neues Interesse für Nischen, für Besonder- und Eigenheiten einer Stadt, eines Dorfes, einer Landschaft.

Es entstehen neue Führungsformen: Jugendliche zeigen Flüchtlingen ihre neue Heimat, sogenannte "Greeter" führen Touristen kostenlos durch ihr Viertel und zu den vermeintlich besten Kneipen und schicksten Locations. Vereine wie "Stattreisen" in München wollen dazu motivieren, die eigene Heimat mit neuen Augen wahrzunehmen und kritisch zu hinterfragen. Sie führen Einheimische in den Untergrund der U-Bahn oder an Orte, an denen Nachhaltigkeit gelebt wird.

Und es kommen Fragen auf: Was ist unsere Heimat, wer darf sie wem zeigen? Zum Beispiel am Tegernsee. Unter den zwölf neuen Heimatführern, die dort neu ausgebildet wurden, sind etwa ein Bulgare und eine Amerikanerin, die sicher mehr über die Gegend weiß als manch Einheimischer in Lederhose oder Dirndl. Christine Gaupp sieht für ihr Zeit-für-Bayern-Feature die Stadt- und Heimatführungsszene und ihre Protagonisten "Mit anderen Augen".

Zur Sendung geht’s mit diesem link:

http://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/ausstrahlung-709024.html

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